Andrea Bauhus
Tagesfahrt

Jüdisches Leben in Telgte

Stadtrundgang mit Ausstellungsbesuch
Zwei Sonderausstellungen sind im RELíGIO – Westfälisches Museum für religiöse Kultur in Telgte zu sehen. Bei unserer Exkursion werden Teilnehmer*innen aus den drei Partner-Volkshochschulen die Gelegenheit haben beide Ausstellungen zu besuchen.

 Pessach – Von Exodus bis heute
Im Rahmen des Festjahres #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland zeigt das Museum Relígio – Westfälisches Museum für religiöse Kultur eine kleine Wechselausstellung mit dem Titel Pessach – Von Exodus bis heute. Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit zwischen dem Museum, dem Institut für Jüdische Studien sowie Studentinnen der Kunstgeschichte der WWU entstanden.
Die Ausstellung trägt einerseits zur Sichtbarmachung von heutigem jüdischem Leben in Deutschland bei und wird andererseits die Geschichte und Kontinuität des Pessach-Festes veranschaulichen.
Historische Kupferstiche und Bibelausgaben sollen die biblischen Ursprünge des Festes verdeutlichen. Das Ende der Sklaverei unter dem Pharao, beschrieben im Buch Exodus, dem zweiten Buch Mose, und der damit verbundene Auszug der Israeliten aus Ägypten stehen im Mittelpunkt des ersten Ausstellungsbereiches. In die Ausstellung sind zudem Interviews zu Erfahrungen rund um das Pessach-Fest eingebettet. Besucher*innen erfahren, wie Pessach heute, also auch zu Zeiten der Pandemie, gefeiert wird und erhalten persönliche Einblicke in dieses Familienfest.
Die zweite Ausstellung, die im Museum RELíGIO zu besichtigen ist, heißt:

Geld und Glaube
In dieser Ausstellung werden Aspekte und Zusammenhänge von Geld und Glauben aus der Perspektive verschiedener Religionen präsentiert, diskutiert und hinterfragt. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Judentum, Christentum und Islam.
Bereits in den Heiligen Schriften lassen sich Gebote und Verbote zum Thema Geld finden: Dort spielt nicht nur Wohltätigkeit eine Rolle, sondern auch Regeln zum Zinsverbot. Gemeinsamkeiten der religiösen Schriften sowie Anleitungen für Gläubige zum Umgang mit Geld werden beispielhaft gezeigt. Neben Glaubenslehren wirft die Ausstellung auch einen Blick auf Glaubenspraktiken, die mit Geld verbunden sind: Die sonntägliche Spende in der Kirche wird ebenso präsentiert wie Rituale zu Festen und Feiern. Hier werden hochwertige Grafiken, Spendenkassen der drei Religionen sowie Kollektengeldquittungen präsentiert. Zentral ist auch der Umgang mit Geld bei religiösen Festen – Tauftaler, Konfirmationsgeld oder Hochzeitsmünzen sind Teil der Ausstellung.
Sowohl der berühmte Glückspfennig als auch Märchenillustrationen vom Sterntaler oder Hans im Glück zeugen vom Umgang mit Geld in volkstümlichen Legenden, Sagen und Märchen. Geld und Reichtum, Frömmigkeit und Armut sowie Glück und Unglück sind vielfach genutzte Motive, wobei die ausgestellte Grafik vom Geldteufel nur ein Beispiel von vielen ist.
Bei einer Ausstellung mit dem Titel „Geld und Glaube“ ist es unerlässlich, auch der materiellen Form des Geldes eine eigene Abteilung zu widmen. In der Abteilung „Münzgeld und Glaube“ wird die enge historische Verwobenheit der beiden Bereiche anhand der bildlich-religiösen Motive auf Münzen oder Geldscheinen verdeutlicht. Hier ist auch der sogenannte Pesttaler zu sehen, von dem man sich schützende Wirkung erhoffte.
Und auch bei Jenseitsvorstellungen hört der Gedanke an Geld und Reichtum nicht auf. Münzen als Grabbeigaben stehen in Kontrast zum letzten Hemd, welches bekanntermaßen keine Taschen hat.
Drei Kleingruppen werden an verschiedenen Stellen ihren Rundgang beginnen und so problemlos eventuell notwendige Abstandsregeln einhalten können. Eine Gruppe beginnt am jüdischen Friedhof und geht von dort über die Besichtigung der wiederentdeckten alten Landsynagoge zum Museum. Die zweite Gruppe beginnt im Ausstellungsteil Pessach, die dritte im Bereich Geld und Glaube. Jede Gruppe wird von einer Mitarbeiterin des Museums betreut. Die Anreise erfolgt selbstständig. Parkmöglichkeiten gibt am Parkdeck am Rathaus in der Antoniusstraße, von da führt ein ca. 5-minütiger Fußweg zum Museum RELíGIO, welches ausgeschildert ist. Der Treffpunkt ist vor dem Museum.





Anmeldungen sind bis zum 11.08.2021 möglich.
Eigene Anreise.


Kooperation mit der Volkshochschule Lengerich/West. und der Volkshochschule Dülmen - Haltern am See - Havixbeck

1 Nachmittag, 18.08.2021
1 Termin(e)
Svenja Milski
90100-F
Gebühr:
12,00

Belegung: 
 (Plätze frei)
Die Veranstaltung ist bereits beendet.
Anmeldungen sind nicht mehr möglich.

Weitere Veranstaltungen von Svenja Milski
Geschäftsstelle Lüdinghausen

Sa 02.10.21
09:00 – 10:00 Uhr
Lüdinghausen
Kooperation mit der Lüdinghauser Buchhandlung 3BurgenBuch
90301-F
Sa 22.10.22
07:00 – 21:00 Uhr
Frankfurt