Tagesfahrt nach Köln

1700 Jahre jüdisches Leben in Köln


Gemeinsam mit der Volkshochschule Lengerich/West. und der Volkshochschule Dülmen - Haltern am See - Havixbeck begeben wir uns auf die Spuren jüdischen Lebens in Köln. Der Tag beginnt mit einer Führung durch die Synagoge, die sich im Stadtteil Neustadt-Süd an der Roonstraße gegenüber dem Rathenauplatz befindet. Sie ist das Zentrum der Synagogen-Gemeinde Köln. Internationale Beachtung fand die Synagoge beim Besuch des Papstes Benedikt XVI. während des Weltjugendtages im August 2005. Die Synagogen-Gemeinde Köln ist mit 4.071 Mitgliedern (Stand: 2020) eine der größten jüdischen Gemeinden in Deutschland.
Das Gebäude ist im Stil der Neuromanik gestaltet. Der Grundstein wurde am 23. Oktober 1895 gelegt, die Einweihung erfolgte am 22. März 1899 durch Rabbiner Abraham Frank. Am 9. November 1938 wurden in der Reichspogromnacht alle sieben Synagogen in Köln von den Nationalsozialisten verwüstet und teilweise zerstört. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bau durch Luftangriffe beschädigt.
Wiedereröffnet wurde die im Äußeren mit geringen Veränderungen wiederhergestellte und im Inneren vereinfachte Synagoge nach zweijähriger Bauzeit unter der Leitung des Architekten Helmut Goldschmidt am 20. September 1959.
Mit der Besichtigung der Synagoge werden auch wichtige Aspekte des jüdischen Glaubens erläutert und Kultgegenstände erklärt. Des Weiteren gibt es eine Einführung zu den Speisevorschriften, die dann nach der Besichtigung in dem integrierten Restaurant kulinarisch erlebt werden können. Bei der koscheren Mahlzeit zur Mittagspause bleibt Zeit für Fragen und interessante Gespräche.
Nach der Mittagspause geht es direkt vor das Kölner Rathaus. Dort entsteht in und über den archäologischen Denkmälern derzeit ein neues Museum: das MiQua! Das neue Museum im Quartier.
Das MiQua greift Themen rund um jüdisches Leben in der Stadtgeschichte sowie das umfassende archäologische Erbe Kölns auf. Ein Rundweg im Untergeschoss wird die Besucher*innen im Museum auf etwa 650 Metern durch Befunde des römerzeitlichen Praetoriums wie auch des mittelalterlichen jüdischen und Goldschmiedeviertels der Stadt führen. Im Museumsneubau auf dem Platz stehen die Geschichte und Kultur der jüdischen Bevölkerung Kölns von deren Ausweisung im Jahr 1424 bis in die Gegenwart im Fokus. Das Museumsprojekt ist eine Kooperation der Stadt Köln, die das Museum baut und dem Landschaftsverband Rheinland, der die Ausstellung konzipiert und das Museum später betreiben wird. Zunächst wird das Konzept des Museums durch den Kurator vorgestellt, bevor ein Spaziergang um den Bauzaun folgt.
Anschließend soll allen Teilnehmer*innen noch die Möglichkeit gegeben werden, entweder in der Columba Kirche die Original-Urkunde des 321 von Kaiser Konstatin erlassenen Edikts anzusehen oder einfach ein Kölsch in der Altstadt zu genießen.
Die Abfahrt aus Köln erfolgt gegen 18:00 Uhr.


Aus Sicherheitsgründen wird darauf hingewiesen, dass Namen, Vornamen, Geburtsdaten und Geburtsort aller Besucher*innen angegeben werden müssen. Auch muss der Personalausweis vor Ort vorgezeigt werden. Alle männlichen Besucher werden gebeten eine Kopfbedeckung mitzubringen.


Leistungen: Hin- und Rückfahrt im modernen Reisebus ab/an Lüdinghausen, Führung durch die Synagoge, Besuch des jüdischen Restaurants, VHS-Reiseleitung.
Anmeldungen sind bis zum 23.09.2021 möglich.

Kooperation mit der Volkshochschule Lengerich/West. und der Volkshochschule Dülmen - Haltern am See - Havixbeck

1 Tag, 30.09.2021
1 Termin(e)
90300-F
Köln
48,00

Belegung: 
 (Kurs ist belegt, Anmeldung auf Warteliste möglich.)
Die Veranstaltung ist bereits beendet.
Anmeldungen sind nicht mehr möglich.